Bezahlbarer Wohnraum, faire Löhne, Maßnahmen gegen Einsamkeit, Bildung, Klima- und Energiepolitik: Die Themen, die die Aktiven der Bochumer Gruppe von Generation Europe – The Academy beschäftigen, sind vielfältig. Um sich Gehör zu verschaffen und ihre Fragen an Europa sichtbar zu machen, haben sie eine Fotoausstellung konzipiert. Im Rahmen der Bochumer Europawochen gab es nun hohen Besuch: Oberbürgermeister Jörg Lukat hat sich die Ausstellung gemeinsam mit den jungen Aktiven angesehen und mit ihnen über Bochum, kommunale Politik und europäische Werte im Alltag gesprochen.
Seit Anfang des Jahres hatte sich die Bochumer Gruppe intensiv mit Europa und seiner Zukunft auseinandergesetzt: Sie haben über Hoffnungen und Erwartungen an Politik gesprochen, kritische Perspektiven auf aktuelle Herausforderungen formuliert und eigene Lösungsideen entwickelt. Aus diesen Diskussionen haben die Jugendlichen nun fotografische Arbeiten gestaltet, die ihre Perspektiven auf Demokratie, Politik und gesellschaftlichen Zusammenhalt sichtbar machen. Die Bilder verbinden europäische Fragen mit konkreten Alltagserfahrungen. So wird sichtbar, was es für junge Menschen bedeutet, wenn Wohnen unbezahlbar wird, wenn ihnen Bildungschancen verbaut werden, oder wenn sie sich von politischen Entscheidungsträger*innen nicht ernst genommen fühlen.
Aufmerksamkeit bewusst nutzen
Die Bochumer Gruppe hat ihre Veranstaltung bewusst in die Europawochen der Stadt gelegt. So konnten die Aktiven ihre Anliegen in einem öffentlichen Rahmen präsentieren, in dem Europa nicht nur gefeiert, sondern auch diskutiert wird. Zur Veranstaltung hatten sie daher nicht nur politische Entscheidungsträger*innen und weitere Stakeholder aus der Stadtgesellschaft eingeladen, sondern auch Gleichaltrige und insgesamt alle, die mit ihnen ins Gespräch kommen wollten.
Begleitet und organisiert wird die lokale Gruppe von der Fachstelle Internationale Jugendarbeit der Stadt Bochum in Kooperation mit den Falken Bochum. Im Netzwerk von Generation Europe – The Academy arbeitet sie in einer trilateralen Partnerschaft mit Càlam. Art, Educació, Sostenibilitat aus Barcelona und Meta Cooperativa Sociale Onlus aus Rom zusammen. Diese Verbindung war auch in der Ausstellung sichtbar: So haben die Jugendlichen aus Bochum gezeigt, wie sie ihre Perspektiven gemeinsam mit ihren Kolleg*innen aus Spanien und Italien diskutiert und entwickelt haben.
Europa beginnt vor Ort
Insgesamt war der Abend ein gutes Beispiel dafür, wie lokale Jugendarbeit und europäische Zusammenarbeit bei Generation Europe – The Academy ineinandergreifen: Junge Menschen setzen sich mit Themen aus ihrer eigenen Lebensrealität auseinander, tauschen sich mit Partnergruppen aus anderen Ländern aus und tragen ihre Ergebnisse in die Öffentlichkeit.
Begleitet wurde die Fotoausstellung am Veranstaltungstag nicht nur von guten Gesprächen. Neben einem musikalisch untermalten Auftakt trat später auch die Band My Demon’s Best Friend auf und lud alle dazu ein, zu bleiben und den Abend mit ihrer Mischung aus Indie- und Alternative-Rock zu genießen, gewürzt mit Blues, Funk und Pop. Dies war der perfekte Abschluss eines Tages, an dem junge Menschen auf vielfältige Weise ihre Ansichten zu Politik, Demokratie und der Zukunft austauschen konnten – mit der Öffentlichkeit, aber auch mit den Verantwortlichen der Stadt.
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