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Larissa: Die Stadt als Bühne

Was macht einen öffentlichen Raum aus? Wer bestimmt seine Regeln, wer hat Zugang, wer bleibt unsichtbar? Mit diesen Fragen im Gepäck haben sich 30 junge Menschen aus Deutschland, Italien und Griechenland zu einer internationalen Jugendbegegnung in Larissa getroffen. Unter dem Titel „Youth Commons: Access (not) granted“ verwandelten sie die griechische Stadt für knapp zwei Wochen in ein Labor für Jugendpartizipation und künstlerischen Ausdruck.

Die ersten Tage der Begegnung standen ganz im Zeichen der Beobachtung. Die Teilnehmenden streiften durch Larissa, um die öffentlichen Plätze der Stadt aus ihrer ganz eigenen Perspektive zu analysieren. Wie wird der Raum genutzt? Wer teilt ihn sich? Sie gingen auch der Frage auf den Grund, wie Stadtarchitektur Zugehörigkeit erzeugen, aber auch Ausgrenzung begünstigen kann.

Diese Eindrücke sind dann direkt in die sich anschließenden kreativen Arbeitsphasen eingeflossen: In Workshops für Theater, Tanz, kreatives Schreiben, Musik und Medienproduktion haben die Aktiven mit verschiedenen Ausdrucksformen experimentiert, und übersetzten dabei ihre Gedanken, Erkenntnisse und Erfahrungen in originelle Konzeptkunstwerke und Performances.

Das Ergebnis dieses intensiven Arbeitsprozesses präsentierte die Gruppe bei einer gut besuchten Abschlussveranstaltung im SYNERGEIO Culture Space in Larissa: Darstellende und audiovisuelle Künste verschmolzen an diesem Abend zu einem ausdrucksstarken, polyphonen Mosaik aus persönlichen Erfahrungen und kritischer Reflexion.

Die Aufführung zeigt eindrucksvoll, welche Energie freigesetzt wird, wenn Jugendliche einen sicheren Raum und die nötigen Werkzeuge erhalten, um ihre Visionen einer inklusiven Gesellschaft selbstbewusst zu formulieren.

Verantwortlich für dieses spektakuläre Projekt zeichnen die drei Partnerorganisationen SMouTh (Larissa, Griechenland), Roots & Routes Cologne (Köln, Deutschland) und Centro di Creazione e Cultura (Florenz, Italien). Für die beteiligten Jugendgruppen war die internationale Begegnung in Larissa ein erster Höhepunkt ihrer insgesamt auf drei Jahre angelegten Zusammenarbeit im Rahmen von Generation Europe – The Academy.

Diese Kontinuität ist wichtig: Die mehrjährige Kooperation in festen trilateralen Partnerschaften ermöglicht es den Jugendlichen und auch den Fachkräften der Jugendarbeit, nachhaltiges Vertrauen aufzubauen und Methoden der non-formalen Bildung kontinuierlich weiterzuentwickeln. So werden internationale Begegnungen wie diese zu weit mehr als nur einem kultureller Austausch: Sie sind ein essenzielles Training für demokratische Teilhabe und ermöglichen tiefgreifendes Empowerment.

Vielen Dank an die jugen Künstler*innen und alle Aktiven, und herzlichen Glückwunsch zu den beeindruckenden Ergebnissen!

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Das SMouTh-Team arbeitet derzeit noch an einer Videodokumentation über dieses Projekt, die wir gerne veröffentlichen werden, sobald sie fertig ist. Ein besonderer Shout-Out und ein großes Dankeschön geht an Giannis Chatziantoniou für die wunderbaren Fotos!