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Local Lobbying Trainings: Deine Themen vor Ort

Ein Jugendtreff fehlt, die Busverbindung passt nicht, bezahlbarer Wohnraum wird knapp – und wenn Entscheidungen anstehen, sitzen junge Menschen oft nicht mit am Tisch. Wer daran etwas ändern will, braucht Verbündete, einen klaren Plan und ein gutes Verständnis dafür, wo politische Entscheidungen vor Ort vorbereitet werden.

Genau darum geht es bei den Local Lobbying Trainings, die diesen Herbst im Rahmen von Youth Voices Rising in sechs europäischen Ländern stattfinden. Sie richten sich an junge Menschen, die in ihrer Gemeinde, Stadt oder Region etwas bewegen wollen: in Jugendgruppen, Vereinen, Initiativen, informellen Projekten oder zu einem Thema, für das sie bisher noch nicht den richtigen Ansatz gefunden haben. Das erste Training findet vom 14. bis 18. September 2026 in Bad Liebenzell (Deutschland) statt. Weitere Termine folgen in Italien, Spanien, Ungarn, Portugal und Griechenland.

Bad Liebenzell macht den Anfang

Für das erste Training in Bad Liebenzell können sich junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren bewerben. Eingeladen sind alle, die sich für gesellschaftliche oder politische Themen interessieren, und die lernen möchten, wie sie lokale Anliegen wirksam vertreten.

Gearbeitet wird an realen Anliegen aus lokalen Kontexten. Die Teilnehmenden entwickeln Ideen und Aktionspläne, formulieren verständliche Botschaften, beschäftigen sich mit lokalen Entscheidungswegen und bereiten den Austausch mit Politik, Verwaltung oder anderen Akteur*innen vor. Peer Learning und interaktive Methoden helfen dabei, Erfahrungen aus unterschiedlichen Orten zusammenzubringen und Wissen auszutauschen. Die Teilnahme an den Trainings ist kostenlos. Den vollständigen Call for Participants für den ersten Termin gibt es hier zum Download.

Methoden aus dem Netzwerk

Die lokalen Trainings werden ermöglicht durch die Erasmus+ Kooperationspartnerschaft Youth Voices Rising. Zuvor hatten sich Aktive aus den sechs beteiligten Ländern bereits mit einem Multiplier Training for Local Lobbyists auf die neue Veranstaltungsreihe vorbereitet. Ein umfangreicher Bericht dokumentiert die zugrundeliegenden Methoden und Themen. Jetzt nutzen die Partnerorganisationen diese Erfahrungen und auch weitere Materialien, die im Netzwerk von Generation Europe – The Academy entstanden sind, etwa das Handbuch Take Power – Get Started With Advocacy and Lobbying. Mit den Trainings übersetzen sie also Wissen aus der europäischen Zusammenarbeit in lokale Lernräume, und verbinden es mit weiteren Erfahrungen, die im Netzwerk über mehrere Projektphasen hinweg entstanden sind.

Trainingsorte und Termine

Youth Voices Rising wird von neun europäischen Partnerorganisationen getragen. Die lokalen Trainings finden an folgenden Orten statt:

  • Bad Liebenzell, Deutschland: 14.–18. September 2026
  • Cagliari, Italien: 17.–19. September 2026
  • El Prat (Barcelona), Spanien: 19.–20. September 2026
  • Budapest, Ungarn: 2.–3. Oktober 2026
  • Sintra, Portugal: 21.–22. November 2026
  • Thessaloniki, Griechenland: Termin folgt

Youth Voices Rising

Insgesamt unterstützt Youth Voices Rising junge Menschen dabei, ihre Erfahrungen und Forderungen auf verschiedenen politischen Ebenen einzubringen. Los ging es mit einer Bedarfsanalyse, danach folgten die gemeinsame Methodenentwicklung, ein International Lobbying Training und das Multiplier-Training. Mit den Local Lobbying Trainings erreichen diese Werkzeuge nun die lokalen Gruppen und Communities.

Wer am ersten lokalen Training in Bad Liebenzell teilnehmen möchte, kann sich bis zum 19. Juli 2026 bewerben. Genauere Infos zu den Terminen in den anderen Ländern folgen. Mehr zum Gesamtprojekt gibt es auf der Youth-Voices-Rising-Seite von Generation Europe – The Academy.


Die Kooperationspartnerschaft Youth Voices Rising wird kofinanziert von der Europäischen Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen ausschließlich denen der Autor*innen und spiegeln nicht zwangsläufig die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.