Beim zweiten transnationalen Projekttreffen von Youth Voices Rising in der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar (EJBW) standen die harten Fakten im Mittelpunkt. Die Vertreter*innen der neun Partnerorganisationen aus sechs Ländern haben eine umfassende Bedarfsanalyse ausgewertet und ihre direkte Übersetzung in die Praxis der Jugendarbeit geplant.
Getreu der Projektphilosophie „Listen first, act second“ haben Caroline Gutke und Laura Erhan von der EJBW die Ergebnisse ihrer europaweiten Erhebung präsentiert. Die Daten zeigen ein klares Bild: Die Motivation junger Menschen, sich politisch einzubringen und ihre Interessen selbstbewusst zu vertreten, ist hoch. Was jedoch oft fehlt, sind die passenden Werkzeuge und Zugänge. Die Analyse macht deutlich, dass Jugendliche vor allem interaktive, inklusive Trainingsformate, sichere Räume für den Austausch und ein verlässliches Mentoring benötigen, um sich wirksam Gehör zu verschaffen.
Direkte Umsetzung
Diese Erkenntnisse sollen nun das direkte Fundament der Arbeit bilden und fließen unmittelbar in das Design der nächsten großen Meilensteine ein: Das Internationale Lobbying-Training bei unserem Partner Kirko in Thessaloniki im Januar und das Multiplikator*innen-Training im Februar beim Internationalen Forum Burg Liebenzell (IFBL). Jedes Modul und auch das neu entwickelte Delegationssystem für junge Menschen wird nun so angepasst, dass es den realen Anforderungen der Zielgruppe entspricht.
Dichtes Programm
Neben der inhaltlichen Arbeit an den Trainings lag ein weiterer Fokus auf dem gemeinsamen Qualitätsmanagement. Es ging darum, mit konkreten Werkzeugen sicherzustellen, dass die Zusammenarbeit im Netzwerk nicht nur effizient, sondern durchgehend inklusiv und diskriminierungskritisch abläuft.
Die Arbeitsatmosphäre während der Tage in Weimar war dicht, fokussiert und produktiv. Obwohl der Zeitplan des Projekts eng getaktet ist und komplexe Aufgaben vor den Organisationen liegen, überwog am Ende die Gewissheit, gemeinsam auf einem sehr klar strukturierten Weg zu sein. Das Fazit: Die Struktur für ein intensives Projektjahr 2026 steht. Das Netzwerk ist motiviert, die frisch gewonnenen Erkenntnisse in den kommenden Monaten in messbare Teilhabe umzuwandeln und Jugendstimmen in Europa weiter zu stärken.
Mehr über die Methoden, Partnerorganisationen und die Hintergründe des Projekts erfahrt ihr auf unserer Projektseite zu Youth Voices Rising.
