Zwölf Tage lang war die kleine ungarische Stadt Nagykovácsi das Zentrum einer internationalen Jugendbegegnung. Der Ort bietet das Beste aus beiden Welten: Er liegt wunderschön auf dem Land und ist doch nur einen Katzensprung von der geschäftigen Metropole Budapest entfernt.
Die Zusammenkunft hat junge Menschen aus den lokalen Gruppen der Jugendakademie Walberberg (Bornheim, Deutschland), Szubjektív (Budapest, Ungarn) und des Maximilian-Kolbe-Hauses (Danzig, Polen) zusammengebracht. Aufgrund ihrer Projektpartnerschaft im Netzwerk von Generation Europe – The Academy hatten sie sich bereits in Deutschland und Polen getroffen, sodass nun der Gegenbesuch in Ungarn anstand. Hier ist ein Bericht über diese spannende Jugendbegegnung, verfasst von Tamara Arany-Tóth, Salah Rakti, Hanna Nowak und Silvio Żerebiec:
Nach einer laaaangen Reise kamen die deutsche und die polnische Gruppe an dem wunderschönen Veranstaltungsort auf dem Land in Ungarn an, um gemeinsam unvergessliche 12 Tage zu verbringen.
Am ersten Tag haben wir zunächst mit ein paar Kennenlernspielen unsere Erinnerungen aufgefrischt und uns auf einen Gruppenvertrag für geeinigt – mit anderen Worten, auf die Regeln, an die wir uns für unser Zusammenleben während der Jugendbegegnung halten wollten. Wir haben uns auch gegenseitig unsere Erwartungen, Ängste und Bedürfnisse mitgeteilt. Unmittelbar danach haben wir einige schöne Kunstwerke geschaffen und dabei ein kleines Chaos angerichtet.

Am Nachmittag lernten wir den Veranstaltungsort bei einem coolen Rallyespiel besser kennen und ließen dann Revue passieren, was wir seit der letzjährigen Jugendbegegnung alles getan und erreicht haben.
Den nächsten Tag begannen wir mit einer ‚What’s Up‘-Runde, gefolgt von einer Übung zum aktiven Zuhören. Danach machten wir eine Bewegungsaktivität, bei der wir den nahe gelegenen Wald erkundeten und einige Zeit in der Natur verbrachten.

Zurück in unserer Unterkunft stellten alle drei lokalen Gruppen ihre Projekte vor, an denen sie im vergangenen Jahr gearbeitet hatten. Wir beendeten den Tag mit einer Reflexionssitzung.

Für den dritten Tag hatte die polnische Gruppe einen Workshop über Mediation in der Praxis vorbereitet. Wir lernten die Definition von Mediation kennen und machten uns mit ihr vertraut, indem wir Übungen machten und Beispiele durchgingen. Es handelt sich um ein strukturiertes Verfahren, bei dem die Parteien freiwillig und unabhängig versuchen, mit Hilfe eines Mediators bzw. einer Mediatorin eine akzeptable Lösung für ihren Konflikt zu finden. Am Ende des Tages reflektierten alle in den Gruppen, wo wir unsere Eindrücke und Gefühle zum Programm äußern konnten.

Der folgende Tag stand im Zeichen von ARTivism: Die Teilnehmer*innen hatten die Möglichkeit, Poster und Collagen zu Themen zu erstellen, die ihnen wichtig sind.




Danach verbrachten wir einen ganzen Tag in Budapest. Am Morgen machten wir eine Street-Art-Tour unter der Leitung von Box With Wings, einem Sticker- und Street-Art-Künstler aus Budapest. Zum Mittagessen gab es Lángos, und dann konnten wir die Stadt erkunden.

Nach unserem Besuch in der ungarischen Hauptstadt setzten wir unsere Arbeit am nächsten Tag in Nagykovácsi fort. Die Workshops zu Kommunikation und Problemlösung waren fantastische Erfahrungen! Wir haben uns getroffen, um unsere Kompetenzen zu erweitern und effektiver zusammenzuarbeiten. Durch spannende Aktivitäten und aufschlussreiche Diskussionen in beiden Workshops lernten wir, wie wir effizienter kommunizieren und Herausforderungen gemeinsam bewältigen können. Dies ist ein wichtiger Schritt, um unsere Ziele zu erreichen und ein starkes, vereintes Team zu bilden. So beendeten wir den Tag mit Vorfreude auf unsere noch bevorstehende Zusammenarbeit und die großartigen Dinge, die wir erreichen werden.

Aber weil alles Gute einmal zu Ende geht, begannen wir auch, uns auf das große Finale unserer Jugendbegegnung vorzubereiten. Dafür drehten wir Videos über die erstaunliche dreijährige Reise unserer Partnerschaft und bemalten unsere eigenen Tragetaschen. Danach hatten wir eigentlich eine Wanderung geplant, aber das Wetter wurde schlecht, sodass wir sie absagen mussten. Aber die polnische Gruppe rettete den Tag, indem sie Piroggen zubereitete. Es gab reichlich davon und sie waren absolut köstlich!

Es sind Momente wie diese, die unsere Jugendbegegnungen unvergesslich machen. Wir können es kaum erwarten, zu sehen, was als Nächstes kommt!

Vielen Dank an Jorge Cordoba für die Bereitstellung einiger Fotos!